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Prävention

Prävention wird in der Medizin immer wichtiger. Prävention bedeutet die Vorbeugung von Erkrankungen.

Auf neurologischem Fachgebiet geht es hier vor allem um die Prävention eines Schlaganfalles und die Früherkennung einer dementiellen Entwicklung.

Schlaganfall entsteht entweder durch eine Veränderung der hirnzuführenden oder hirneigenen Gefäße oder aber durch eine Emboliequelle aus dem Herzen. Neben Herzrhythmusstörungen, welche der Kardiologe feststellt, spielt eine Verbindung im Herzen im Bereich der Vorhöfe eine entscheidende Rolle bei der Schlaganfallentstehung. Thromben, die immer in den tiefen Beinvenen entstehen, können so nicht durch die Lunge abgefangen werden und werden direkt vom rechten Vorhof in den linken Vorhof transportiert und dann als Embolie in das Gehirn geschleudert, was dann zu einem Schlaganfall führt.

Zur Prophylaxe ist es also wichtig, zum einen frühe Veränderungen der hirnzuführenden und hirneigenen Gefäße zu erkennen und zum anderen zu erkennen, ob auf Vorhofebene im Herzen ein Fluss von rechts nach links nachzuweisen ist, ein so genannter Rechts-links-Shunt.

Veränderungen der Gefäße können früh in der Duplexsonographie erkannt werden. Die früheste Veränderung ist eine diffuse Fetteinlagerung in die Gefäßwand. Hier kann die Gefäßwanddicke (Intima-Media-Dicke) bestimmt werden. Bei fortgeschrittenen Gefäßveränderungen platzt die Gefäßwand auf und es bilden sich so genannte Plaques. Diese können genauer beschrieben werden und als weniger oder mehr gefährlich eingestuft werden. Bei weiteren Veränderungen entsteht eine Gefäßeinengung (Gefäßstenose). Je nach Stadium der Gefäßveränderungen kann man eine spezifische Prävention betreiben entweder in Form einer Änderung der Lebensweise oder einer dem Befund angepassten medikamentösen Therapie.

Zum Feststellen eines Rechts-links-Shunts wird ein großes Gefäß im Kopf über eine Ultraschallsonde über 2 Minuten lang untersucht. In dieser Zeit wird ein harmloses Kontrastmittel in die Vene im Arm gespritzt. Besteht ein Defekt im Herzen, entsteht durch Übertritt von Kontrastmittel vom rechten ins linke Herz bei Ableitung des Kopfgefäßes ein Signal. Je nach Größe des Signals ist der Shunt mehr oder weniger gefährlich, dann können entsprechende Maßnahmen entweder medikamentös oder sogar operativ in die Wege geleitet werden.

Bzgl. der Demenzprävention gilt es, die Demenz früh zu erkennen oder auch bereits Vorstufen zu erkennen (leichte kognitive Störung), um bereits hier spezifische Therapien medikamentöser oder nicht medikamentöser Art in die Wege zu leiten.

Hier werden 3 Screening-Stufen angeboten:

Stufe 1: Testpsychologie

Stufe 2: Testpsychologie + EEG

Stufe 3: Testpsychologie + EEG + Labordiagnostik.

Für alle dargestellten Präventionsmaßnahmen gilt, dass diese von den privaten Krankenkassen übernommen werden, nicht jedoch von den gesetzlichen Krankenkassen. Hier muss der Patient diese als Igelleistung selbst bezahlen. Die entsprechenden Kosten können beim Praxisteam nachgefragt werden.